Kommunikation und Öffentlichkeit

Die Personalgestellung in der Veranstaltungswirtschaft befindet sich seit mehr als einem Jahrzehnt im dynamischen Wandel. Mit diesem Wandel verbunden sind vielschichtige Forderungen und Regelungen seitens des Marktes, aber auch seitens des Gesetzgebers, der öffentlichen Verwaltung oder der Sozialträger. Aktuell existiert bei vielen Marktteilnehmern viel Unsicherheit darüber, wie diese Forderungen und Regelungen mit der tatsächlichen Realität der Veranstaltungswirtschaft in Einklang zu bringen sind.

Um diese Unsicherheit aufzulösen und verlässliche Grundlagen zu schaffen, benötigt es eine eigenständige Diskussion mit allen Beteiligten und muss die Situation von Personaldienstleistern und ihren Beschäftigten zukünftig als eigenständige Thematik im Branchengeschehen betrachtet werden. Hierfür ein Bewusstsein in der Branche und in der Öffentlichkeit herzustellen ist eines der Hauptziele der IgPV.

Rechtssicherheit

In vielen Fällen der alltäglichen Praxis stehen Personaldienstleister in der Veranstaltungswirtschaft alleine zwischen allen Stühlen: Sie sind Puffer zwischen den Forderungen von Behörden, den Erwartungen von Auftraggebern und den Interessen ihrer Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen. Dabei müssen sie eine Fülle von Regelungen beachten, die – schenkt man Ihnen keine Beachtung – empfindliche Konsequenzen für die Veranstaltungen und alle am Personaleinsatz Beteiligten nach sich ziehen können.

Trotz aller Sorgfalt seitens der Personalagenturen bei der Erfüllung rechtlicher und organisatorischer Vorgaben gibt es aktuell noch keine allgemein etablierten Standards, die echte Rechtssicherheit einerseits und praxisorientierte Umsetzung andererseits im Personaleinsatz für viele Bereiche der Veranstaltungswirtschaft gewährleisten. Die Kommunikation hierüber mit Behörden und Verbänden ist somit ein weiterer Handlungspunkt der IgPV.

Praxis

Die zu beachtenden Regelungen stammen überwiegend aus Branchen mit völlig anderen Rahmenbedingungen, zum Beispiel hinsichtlich der Regelungen für Arbeitszeiten, Zuschläge, Dokumentationspflichten, Schriftformerfordernisse, Handlungsanweisungen und Haftungsfragen, um nur einige zu nennen. Diese Regelungen betreffen dabei sowohl die Personaldienstleister als auch deren Kunden und müssen auf die aktuellen Arbeitsweisen der Eventbranche adaptiert werden. Dies bedeutet zumeist erheblichen Aufwand und geht nur in Zusammenarbeit mit den Kundenbetrieben. Die IgPV versteht sich daher auch als Forum für einen wechselseitigen Austausch über diese Branchenbedürfnisse.

Qualität

Unternehmer und Unternehmen, die im Schwerpunkt personalgestützte Dienstleistungen für die Eventbranche erbringen, stehen einerseits in besonderem Fokus von Prüfungen durch z.B. Arbeitsagentur, Sozialversicherungsträger und Zoll und andererseits unter steigenden Erwartungen der Kunden an die Qualität des eingesetzten Personals. Deshalb setzt sich die IgPV für einen permanenten Austausch, für die Bündelung der Interessen und für ein koordiniertes Vorgehen der Personalagenturen ein. Die Entwicklung gemeinsamer, von der Branche und der Öffentlichkeit anerkannter Standards in Bezug auf organisatorische Abläufe und Aus- und Weiterbildung der Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen ist ein weiteres Handlungsfeld der IgPV.

Zukunft

In Zukunft wird der Personaleinsatz in der Eventbranche den Weg nachvollziehen, den er in anderen Branchen bereits gegangen wurde. Um diesen Weg zu begleiten aber auch aktiv mit zu gestalten benötigen die Personaldienstleister in der Veranstaltungswirtschaft ein starkes eigenes Sprachrohr. Zu den Zielen der IgPV gehört daher neben dieser Entwicklung und Einführung brancheneigener Qualitäts-, Tarif- und Rechtsstandards vor allem auch die Wahrung der Interessen seiner Mitgliedsunternehmen gegenüber Marktteilnehmern, Behörden, anderen Organisationen der Veranstaltungswirtschaft und der Öffentlichkeit sowie die laufende Information, Betreuung und Unterstützung der Mitglieder.